Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen

Meldungen aus den Gemeinden, dem Kreis & der Region


Für eine sozialere Politik im Bund

Die Partei DIE LINKE schickt bei der nächsten Bundestagswahl Peter Schimke als Direktkandidaten im Wahlkreis Ludwigsburg (265) ins Rennen.

Die Ludwigsburger Linken haben heute Abend den 62-jährigen Peter Schimke zu ihrem Bundestagskandidaten gewählt. Der gelernte Nachrichtentechniker aus Vaihingen/Enz war einst Gründungsmitglied der Vaihinger Grünen, trat aber 1998 wegen der zustimmenden Haltung der Grünen zum Jugoslawienkrieg aus der Partei aus. 2004 schloss sich der Gewerkschafter der Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit (WASG) an, die 2007 mit der PDS zur Partei Die Linke fusionierte. Schimke wurde 2009 in den Ludwigsburger Kreistag und 2014 in den Gemeinderat von Vaihingen/Enz gewählt. Bereits seit 1976 ist er IG-Metall-Mitglied und bei der Firma Robert Bosch beschäftigt. 1993 wählten die Beschäftigten den Vater von vier erwachsenen Kindern zum Betriebsrat – seit 1998 ist Schimke allein für diese Aufgabe freigestellt.

Als ein Kernthema im Blick auf den Bundestagswahlkampf im nächsten Jahr benannte Schimke am Dienstag unter anderem sein Engagement für eine sozialere Politik im Bund. Die entscheidenden Fehler hätten schon unter Rot-Grün mit den Hartz-IV-Gesetzen und mit der Mitwirkung an Militäreinsätzen im Ausland begonnen, erklärte Schimke. Diese Politik habe die große Koalition fortgesetzt und die Spaltung der Gesellschaft in Arm und Reich vorangetrieben, so Schimke. „Es ist wichtig, dass es im Bundestag eine starke linke Kraft gibt“, lautete sein Resümee. Die Linke wirke ebenso im Parlament wie außerparlamentarisch, unterstrich Schimke. Vor Ort setze sie sich unter anderem für eine wohnortnahe Krankenhausversorgung sowie eine bessere Bezahlung und Anerkennung der Sozialberufe ein. Schimke plädierte für die Neuauflage eines Bundesbauprogramms, mit dem der Bau sozialer Mietwohnungen wieder angekurbelt werden könne. Der Bundestagskandidat der Ludwigsburger Linken sprach sich zudem gegen die Privatisierung von öffentlichem Eigentum wie der Bahn oder den Autobahnen aus.