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Meldungen aus den Gemeinden, dem Kreis & der Region

Wir waren auf dem CSD Stuttgart – aber nicht ohne Kritik!

Jola Wolf

Wir von DIE LINKE kamen zur Pride – laut, unbequem und wütend. Denn was als Kampf für Freiheit begann, ist heute oft zur Wohlfühlparty für Konzerne, Parteien und Polizeilobbys verkommen.

Der CSD wird gefeiert – aber was genau? Dass Antifa-Fahnen misstrauisch beäugt werden, während bewaffnete Polizist:innen beklatscht werden? Dass Banken mit Regenbogenlogos marschieren, während  Queere Menschen auf der Straße schikaniert, kontrolliert und verdrängt werden?

Wenn die Polizei sich bunt gibt, aber ihre Gewalt weiter uns trifft – dann ist das kein Fortschritt. Das ist Zynismus in Regenbogenfarben. Kein Logo kann die Realität verschleiern: Wer queere Menschen im Alltag drangsaliert, hat auf unserer Pride nichts verloren.

Unternehmen, die im Juni Diversität feiern, aber das ganze Jahr über Ausbeutung, Rassismus und Ungleichheit vorantreiben, kaufen sich mit Pride-Sponsoring kein reines Gewissen. Unsere Leben sind keine PR-Kampagne.

Wir wollen keine bunte Kulisse für die, die uns jeden Tag unterdrücken. Wir wollen Umverteilung statt Logos. Bleiberecht statt Business-Partnerschaften. Gesundheitsversorgung statt Polizeigewalt.

Wir gehen auf die Straße – nicht für Party, sondern für Veränderung. Für einen Pride, der antifaschistisch ist.

Der Klassismus benennt. Der Polizei nicht feiert, sondern Sicherheit von unten fordert: solidarisch, selbstorganisiert, kämpferisch. Unser Pride ist unbequem, radikal, queer und links.

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